Der Flughafen München ist wichtig für unsere Region – keine Frage. Aber die Belastungsgrenze ist längst überschritten. Mehr Lärm, mehr Nachtflüge, mehr ultrafeine Schadstoffe (UFP) und der Verlust wertvoller Naturflächen treffen unsere Gemeinde jeden Tag. Eine dritte Startbahn würde all diese Probleme weiter verschärfen.
UFP sind winzig klein und deshalb besonders gefährlich, weil sie ungehindert in Lunge, Blutkreislauf und sogar ins Gehirn gelangen. Studien zeigen, dass ihre Belastung viele Kilometer rund um den Flughafen messbar ist. Dabei ließen sich die Emissionen mit hochwertigerem Kerosin um bis zu 70 Prozent reduzieren, während wir, die Menschen vor Ort, die gesundheitlichen Folgen tragen müssen.
Andere Länder handeln längst: Am Flughafen Schiphol wird aktiv in Technik investiert, die ultrafeine Partikel absaugt und die Belastung reduziert. Genau das fordern wir GRÜNE, nämlich einen verbindlichen Verbesserungsplan mit moderner Absaugtechnik, klaren Zielen und voller Transparenz.
Und jetzt noch eine dritte Startbahn? Wir GRÜNE sagen „Nein“, denn sie ist klimapolitisch aus der Zeit gefallen, wirtschaftlich fragwürdig und eben gesundheitlich brandgefährlich.
Statt den Flugverkehr weiter auszubauen, setzen wir auf Zukunft: ein striktes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr, öffentlich zugängliche Messdaten zu Lärm und Schadstoffen sowie den verpflichtenden Einsatz schadstoffärmerer Treibstoffe.
Unser Weg ist klar: Wer die dritte Startbahn verhindern will, wählt Grün.